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E-Rountable zum Social Media Newsroom

E-Roundtable der Agentur Walter Visuelle PR

Meine studentische Sichtweise zu Social Media Newsrooms bringe ich am E-Roundtable der Agentur Walter Visuelle PR zur Sprache.  Heute erschien der erste Teil einer Miniserie zum Thema. Ausgangspunkt war die Debatte, die in den vergangenen Tagen und Wochen auf mit dem Hashtag #smnr auf Twitter geführt wurde. Morgen und am Mittwoch erscheinen Teil zwei und drei der Serie.

Die Teilnehmer des Roundtables sind

eRoundtable Social Media Newsroom
v.l.n.r.: Dr. Kerstin Hoffmann, Dr. Volker Meise, Christoph Penter, Christian Seifert, Thilo Specht, Jürg Vollmer, Markus Walter

Dr. Kerstin Hoffmann ist Kommunikationsberaterin und Text-Expertin. Sie berät Unternehmen in klassischer PR und Social Media.

Mit seiner Online.Strategie.Beratung. unterstützt Dr. Volker Meise seine Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von individuellen Online-Strategien.

Christian Seifert ist Vorstandsvorsitzender der avenit AG in Offenburg, einem Internet-Full-Service-Dienstleister.

Thilo Specht arbeitet als Berater für Online Relations bei der Full-Service-Agentur PSM&W in Frankfurt am Main. In seinem Blog “Cluetrain PR” thematisiert der Berater den kulturellen Wandel in den Beziehungen von Menschen und Unternehmen.

Der 48jährige Journalist Jürg Vollmer gründete 2009 als europäischer Pionier des spendenfinanzierten Journalismus die Organisation maiak – The Newsroom of Eastern Europe.

Markus Walter ist Geschäftsführer der PR-Agentur Walter Visuelle PR GmbH und entwickelt seit mehr als 15 Jahren Ideen für vertriebsunterstützende Kommunikationsmaßnahmen für Unternehmen. Sein Buch „Gewusst wie – Das 1×1 der Pressearbeit“ erschien im März 2010.

Die erste Frage an den E-Roundtable lautete: Was macht einen Social-Media-Newsroom aus? Was sind die Mindestanforderungen, was ist die Kür?

Nach meiner Meinung ist der Social Media Newsroom ist eine Serviceleistung der Unternehmenskommunikation, die den Ansprüchen moderner Medienakteure gerecht wird. Er versorgt als Knotenpunkt der unternehmerischen Aktivitäten im Social Web Multiplikatoren mit News und Hintergrundinformationen, unterstützt durch Foto-, Video- und Tonbeigaben. Ihn zeichnet auch sein Anspruch auf Community-Building aus.

Journalisten, Blogger oder Podcaster einerseits konsumieren enorme Informationsmengen, um anschließend zu selektieren und zu publizieren. Diese Zielgruppe der Multiplikatoren benötigt knappe, dennoch ausreichende Informationen. Andererseits fischt der SMNR auch passive Besucher aus den Suchmaschinen, die gerne einen journalistisch aufbereiteten Text lesen.

Zum Pflichtprogramm gehören deswegen Social Media Releases mit den wichtigsten Take-Aways in Stichpunkten oder einem Teaser für die W-Fragen und eine Zusammenfassung der Neuigkeit. Auch Zitate erfreuen nicht nur klassische Journalisten. Auch Material in Bild und Ton sowie weiterführende Informationen und Links zum Thema gehören hinein. Videos und Podcasts sind besonders beliebte Medien. Solcher Content sollte nicht fehlen.

Ein Archiv mit klassischen Pressemitteilungen ist im Augenblick noch wünschenswert, im Grunde aber redundant. Sinnvoll ist auch ein Downloadbereich für Geschäftsberichte, Steckbriefe, fact sheets, etc.

Natürlich sollte zumindest auf die Social-Media-Kanäle verwiesen werden. Noch besser ist es, sie zu integrieren. Das können der eigene Twitterstream oder thematisch passende Twitter-Live-Feeds sein, Videos von YouTube oder die Fotos aus dem Flickr Account. Den Community-Gedanken unterstreichen beispielsweise integrierte Facebook Boxen. Tags, RSS und Social Bookmarking sind wesentliche Bestandteile eines Social Media Newsrooms (immanent!).

Jedenfalls verlangt der SMNR dem Interessenten einen hohen Aktionismus ab. Selbst ein RSS-Feed fordert Aktivität, bevor er quasi als Push-Instrument funktioniert. Das richtige Verhältnis zwischen Push- und Pull-Elementen ist eine spannende Frage. Ein Newsletter mit links zu neuen Beiträgen im SMNR kann sinnvoll sein.

Social Media Newsroom - aktuelle Beispiele

Finanzen und Versicherungen

DVAG

SMAVA

Directline

SEB

Getränke- und Lebensmittelindustrie

Coca Cola

Volvic

Kommunikationsagenturen

Maro und Partner

Achtung!

Zucker

Social Media Konglomerat

Konstruktiv Agentur, Trafficmaxx, Mister Wong

Non-Profit

WWF

Eine tolle Möglichkeit für die Darstellung eigener Aktivitäten im Social Web nutzt PR-Dokter Kerstin Hoffmann.

Social Media Newsroom und Social Media Release

Ein älteres, aber dennoch aufschlussreiches Interview zur Social Media Release fand ich bei Klaus Eck. Im Interview war Bastian Scherbeck von der Agentur Achtung. Ganz Social Media Release-like fasse ich in Bullet-Points wichtige Informationen zum Social Media Newsroom und zur Social Media Release zusammen.

#1// Was versteht man unter einem Social Media Newsroom (SMNR)?

  • Weiterentwicklung des klassischen Online-Pressebereichs
  • Aggregiert verschiedene Online-Aktivitäten
  • Social Media Newsroom nutzt konsequent die kommunikativen Möglichkeiten des Web 2.0
  • ALLE Interessen- und Nutzergruppen werden angesprochen
  • „abholen“
  • Größte Chance, dass Themen die Zielgruppe erreichen

Ein gutgemachter Social Media Newsroom ist laut Klaus Eck essentiell für  die Online-PR. Vorteile eines Social Media Newsrooms:

  • SMNR kann wie ein Blog im CD gestaltet und in die Corporate Website eingebunden werden
  • Social Media Releases sind Postings mit permanenter URL
  • für jeden kommentierbar
  • SEO-Effekt bei richtiger Verschlagwortung (in Deutschland vor allem Google), Indexierung durch Blogsuchmaschinen (Technorati,…).
  • Dialog mit allen Usern möglich
  • Social Media Newsroom erreicht alle interessierten Nutzer und potenzielle Multiplikatoren
  • Bei Interesse an behandelter Thematik Möglichkeit umfassender Information
  • Ansprechpartner im Unternehmen mit Social Media Newsrooms auf verschiedenen Wegen erreichbar:
    • Social Media Releases/Pressemitteilungen kommentieren
    • per Skype oder Instant Messenger kontaktieren
    • Anruf, E-Mail
    • Twitter (Direct Message)
    • je nach Relevanz der Social Web  Tools für den Kunden weitere dialogische Kanäle denkbar
  • SMNR  lagert Inhalte auf Social Web Portale aus. Content nicht mehr auf eigenen Servern gehostet
    • Filme im Corporate-Channel auf YouTube,
    • Bilder im flickr-Account des Unternehmens,
    • Präsentationen bei slideshare.net,
    • PDFs bei scribd.com usw.
  • diverse Einstiegsportal verlinken auf den SMNR
  • schneller Zugang zu den wichtigsten Unternehmensinhalten
  • möglichst tagesaktuelle und vielfältige Inhalte
  • Pull-Elemente
  • spricht sowohl Journalisten als auch andere Multiplikatoren an
  • verweist auf eigene und auch fremde Quellen (links)
  • Pressespiegel für alle zugänglich (unterstützt durch Social Bookmarking)
  • nutzt Real-Time-Elemente wie Livestreaming auf Basis von Twitter oder Friendfeed
  • bietet Video- und Bild-Material (auch Podcasts!)
  • fordert alle Besucher zu Copy & Paste auf
  • regt Online-Diskussionen auf anderen Plattformen (Facebook, Twitter, Blogs etc.) an
  • Integriert eigene Corporate Blogs und Microblogs oder Statusupdates

#2// Was ist eine Social Media Release und was unterscheidet sie von einer Pressemitteilungen?

  • Tool zur Ansprache weiterer, neuer Öffentlichkeiten – insbesondere der Online-Multiplikatoren, also Blogger, Pod-/Vodcaster und Co.
  • Social Media Release ist (noch) kein Ersatz für die herkömmliche Pressemitteilung
  • wird im Unterschied zur Pressemitteilung nicht versandt, sondern über den RSS-Feed verbreitet
  • jedoch immer noch nicht alle Redaktionen und Journalisten mit RSS vertraut
  • an das Format der klassischen Pressemitteilung gewöhnt bzw. auf den Fließtext einer klassischen PM angewiesen

–> beide Möglichkeiten nutzen bzw. beides verbinden

#3// Wie sollte die Ansprache der Journalisten und Blogger erfolgen?

  • Redakteure erhalten zahlreiche Pressemitteilungen, sind durch die Informationsmenge regelmäßig überfordert
  • Blogger lehnen Pressemitteilungen oftmals ab

Genau an diesem Punkt setzt der Social Media Newsroom an:

  • Journalisten und Blogger erhalten die absolute Hoheit über den Informationsfluss zurück:
    • RSS-Feed selbst  abonnieren und auch jederzeit selbst wieder beenden
    • Damit entfällt eine Hürde: Keine Email, um in Presse-Verteiler aufgenommen bzw. ausgetragen zu werden
  • nicht nur für Blogger, Journalisten und Kunden reizvoll, sondern auch für die Unternehmen
  • ehrliches Feedback: Wieviele User haben an meinem Content wirklich Interesse?
  • Neben Menge an PMs überfordert oft auch die Form: täglich 150 Pressemitteilungen per E-Mail = mindestens 150 Seiten Text
  • relevanten Inhalt müssen Autoren erst filtern.
  • Social Media Release wirkt dem entgegen:
    • relevanten Inhalt in Form von bullet-points
    • sie liefert u.a. Hintergrundinformationen zum Thema (Verlinkungen, Social Bookmarking)
  • Bei  Bloggeransprache liegt der Fokus weniger auf “Public” als vielmehr auf den “Relations“:
    • persönlich Ansprache entscheidend- immer auf der tatsächlichen Wissenshoheit des Blogs basierend
    • Kanal für Ansprache je nach Präferenzen des Bloggers

#4// Social Bookmarking gilt als wesentlicher Bestandteil eines Social Media Newsrooms. Welche Funktionen erfüllt Social Bookmarking im Zusammenhang mit dem SMN?

  • multimedialer Content auf diversen Web 2.0 Portalen wird von Usern gut angenommen
  • User erhalten detaillierte Hintergrundinformationen zur allgemeinen Thematik des Newsrooms (Branche, Unternehmen) als auch zu einzelnen Pressemitteilungen/Social Media Releases (Produkte, Dienstleistungen, Events, Personalien)
  • Links von einem Social Bookmarking-Anbieter genereieren Traffic zum Newsroom

#5// Wie erreicht man mit einer Social Media Release Journalisten, die sich dem Thema nur zögerlich nähern?

  • klassischer Gatekeeper insbesondere in Deutschland weiterhin wichtig
    • Klassischen Medienkanäle noch hohe Reichweiten
    • Fachpresse erreicht Entscheider
  • Skepsis von Journalisten bei Web 2.0 Themen ist ein Generationenproblem – wird sich deswegen von selbst erledigen
  • Praktischer Nutzen solcher Tools spricht für sich: Kein Verteilerspam mehr, keine E-Mails mit X-Megabyte großen Fotos im Anhang, problemloser Kontakt zu Ansprechpartnern im Unternehmen auf diversen Kanälen: In Zeiten der Informationsökonomie künftig stärkerer Rückgriff auf solche Tools

#6// Grundsätzliche Auswirkungen von Social Media auf die PR ?

  • Einfluss von Internet-Informationen auf diverse Lebensbereiche stark gestiegen
  • Erfolgreiches Kommunikationsverantwortliche müssen ganze Breite der Kommunikationsmöglichkeiten im Netz kennen und beherrschen
  • Weiterbildung auf diesem Sektor wichtig, um einschätzen zu können ob und wann sich ein neuen Tools lohnt
  • Nach wie vor: Kommunikation ernst nehmen. Kommunikation bedeutet Dialog.

Einen Artikel mit Social Media Newsroom-Beispielen finden in dem bereits erwähnten Beitrag von Klaus Eck.

Fragen zu Social Media

Der Social Media Marketing Industry Report von Michael Stelzner aus San Diego ist eine Umfrage unter B2B Marketern. Mein letzter Artikel beschäftigte sich mit der These, Non-Proft und Profit Marketing sowie die entsprechende PR erforderten grundsätzlich dasselbe Handwerkszeug. In absehbarer Zeit wird eine Studie von Studenten der Hochschule Darmstadt erscheinen, die unter anderem aufzeigt, dass Social Media sowohl für die B2B- als auch B2C-Kommunikation geeignet sein kann.

Grundsätzlich gibt es Unterschiede in der Nutzung von Social Media in den USA und in Deutschland. Grundsätzlich sind US-amerikanische unternehmen schon ein Stück weiter in ihrer Social Media-Nutzung. Die Fragen, die sich Verantwortliche stellen oder gestellt bekommen sind aber in jedem Fall auch für Deutschland – und auch für das Stadtmarketing – gleich. Aus den Top 10 Social Media Questions des Reports habe ich Fragen für das (Stadt-) Marketing formuliert und ergänzt, wie sie hierzulande wohl gestellt würden. Einiges hoffe ich in kommenden Beiträgen anhand vieler vorhandener und guter Quellen beantworten zu können. Anderes hoffe ich in den Kommentaren zu lesen ;-)

1. Welche Social Media-Taktik ist die richtige für mich?
Wer sich Gedanken über die Strategie macht, ist bereits auf dem richtigen Weg. Doch damit beginnen die Fragen erst.

• Welche Social Media-Methode ist die erfolgreichste und wie setze ich sie ein?
• Wie kann ich strategischen Partnerschaften mit anderen (Teil-)Bereichen des Stadtmarketings oder anderen Kommunen eingehen und mich trotzdem hervorheben?
• Wie können soziale Medien dazu beitragen, unsere Marke und unsere Glaubwürdigkeit beim Verbraucher zu stärken?
• Helfen Blogs, Videos, tweets oder Status-Updates bei der Vermarktung unserer Kernprodukte und -Dienstleistungen oder stehen sie meiner Botschaft eher im Wege?
• Ist Social Media Marketing besser für das grundsätzlichen Marken-Branding geeignet als für den direkten Dialog?
• Kann man in Social Media Marketing und PR noch trennen bzw. muss man das?

2. Wie messe ich die Effektivität meiner Social Media-Präsenz (SMP)?
Woher soll man denn wissen, ob eine Kampagne im Social web erfolgreich ist und was ich davon habe? Nicht selten müssen PR-Leute und Marketer solche Fragen Vorständen, Vorgesetzten oder dem eigenen Pflichtbewusstsein beantworten.

• Wie messe ich den Erfolg meiner SMP?
• Was ist der return on investment (ROI)?
• Welche Kennzahlen kann ich als reale Erfolgsnachweise oder Meilensteine bezeichnen?
• Wie beurteile ich den ROI und wie messe ich die Auswirkungen auf meinen Markenwert?
• Wie überzeuge ich andere vom Nutzen von Social Media und wie beteilige ich sie?

3. Wo soll ich anfangen?
Eine ganz grundlegendes Problen für Neulinge im Social Web ist der Start. Möglichkeiten gibt es freilich viele.

• Gibt es ein System oder einen Plan, dem ich folgen kann, eine Art Step-by-Step-Anleitung?
• Ich möchte Social Media in meine Marketing-Strategie übernehmen, aber es gibt so viele Optionen. Womit sollte ich beginnen?
• Wo und wie fangen Neulinge überhaupt an?

4. Wie schaffe ich eine Balance zwischen Marketing und einem der Plattform angepassten Verhalten?
Geht es um die Vorzüge von Social Media, wird oft der Dialog als Argument angeführt. Doch vielleicht möchte man nur eine Botschaft verbreiten oder scheut gar das Gespräch!? In diesem Fall bitte zurück zu Frage eins!

• Wie schaffe ich es, mich in den einzelnen sozialen Medien angemessen zu verhalten? Gibt es Anstandsregeln?
• Wie vorsichtig sollte man mit sozialen Medien umgehen, damit es statt sozial nicht nur noch werblich zugeht?
• Wie finde ich die Balance zwischen gezielten Botschaften und offenem Dialog?
• Gibt es Online-Protokolle mit “unausgesprochene Regeln” für Anfänger, die erfahrene Vermarkter längst kennen?

5. Welche sind die besten Seiten und Tools?
Bei der Vielzahl von Möglichkeiten ist es nicht weiter verwunderlich, dass Neulinge am liebsten eine Handvoll durchdeklinierter und für gut befundener Tools hätten. Die Erfahrungen der alten Hasen sollten doch konkrete Schlüsse zulassen.

• Auf welche Social Media Sites sollte ich meine Bemühungen konzentrieren?
• Welche sind die Top 3 der effektivsten und einfachsten Social Media Tools?
• Auf welchen Social Media Plattformen schauen sich meine Stakeholder in drei Monaten um? Und auf welchen tun sie das in drei Jahren?
• Welche Tools sind langlebig und welche eher Modeerscheinungen?
• Wie sieht die Zukunft von Social Media aus?
• Welche Seite ist für mein Geschäft und meine Belange am geeignetsten?

6. Wie mache ich das Beste aus meiner zur Verfügung stehenden Zeit?
Wer sich mit Social Media beschäftigt, weiß um den enormen Zeiteinsatz, den eine vernünftige Präsenz mit sich bringt. Ist die kritische Haltung gegenüber dem Zeitfresser Social Media also gerechtfertigt?

• Wie erhalte ich meine Präsenz aufrecht, ohne alles andere zu vernachlässigen?
• Kann ich Social Media automatisieren, so dass sie weniger zeitaufwändig sind?
• Wie bewältigt man Accounts mit mehreren Tausend Anhängern?
• Wie werde ich mit der Komplexität der sozialen Medien fertig?

7. Wie finde ich meine Zielgruppe und wie konzentriere ich meine Bemühungen auf diese?
Soziale Medien sind Massenmedien oder zumindest offen für viele Nutzer aus alles Bereichen und Schichten, die sich aus unterschiedlichsten Gründen dort bewegen. Viele Fragen drehen sich deshalb um die Ansprache der gewünschten demografischen Zielgruppe.

• Wie erreiche ich meine “Ziel” -Kunden oder -Geschäftspartner und Besucher mit einer Präsenz im Web?
• Was sind praktischen Möglichkeiten, um Social Media nicht nur für einen Nischenmarkt zu verwenden?
• Wie kann ich Social-Media-Marketing-Instrumente für meine Zielgruppe einsetzen?
• Wie finde ich am besten Menschen, die sich für die gleichen Dinge (wie ich) interessieren?
• Wie erreiche ich hohe Nutzerzahlen und was kann ich tun, damit diese ativ sind?

8. Wie wandle ich meine Social Media Marketing-Bemühungen in greifbare Ergebnisse?
Der Return on Investment (ROI), das tatsächlichen Einkommen der Bemühungen in Social Media ist eine Frage, die viele Vermarkter stellen. Zumindest die Unternehmensleitung fragt doch gerne mal nach dem finanziellen Nutzen des ganzen Social Media-Aufwands.

• Wie mache ich Lookers (Interessierte) zu Prospects (Perspektivkunden)?
• Wie schaffen wir Cash-Flow?
• Wie komme ich von Twitter, Facebook und Xing-Aktivitäten zu einem Verkaufsabschluss?
• Was erwirtschaftet mir einen Umsatz, was generiert mir Geschäft?
• Wie kann ich mit Social Media (Marketing) Geld verdienen?

9. Wie kann ich verschiedenen soziale Medien kohäsiv verknüpfen?
Können neue und traditionellen Medien zusammenwirken? Gibt es eine Möglichkeit, alle Social-Media-Kampagnen von einem zentralen Standort aus zu verwalten? Was ist eigentlich ein Social Media Newsroom?

• Wie verbinde ich meine einzelnen SMP zu einer kohäsiven Strategie?
• Gibt es Anwendungen, um mehrere Social Media Tools gleichzeitig für eine Marketing-Kampagne zu verwenden?
• Wie können wir verschiedene Social-Media-Kanäle in einer einzigen Ansicht bündeln, so dass wir
weniger Zeit für die einzelnen Seiten benötigen und auf einen Blick sehen, wo wir aktiv sind?
• Wie integrieren wir Social Media in unsere traditionellen Medien?

10. Funktioniert Social Media Marketing überhaupt, und wenn ja, wie effektiv ist es?
Bringt Social Media irgendetwas? Auch mit dieser grundsätzliche Frage sieht man sich häufig konfrontiert. Was die Budgetverantwortlichen vor allem interessiert, ist folgendes:

• Wo sind die wirklichen Erfolgsgeschichten dokumentiert?
• Funktioniert das wirklich, oder ist es nur eine tolle Idee ohne realen Wert?
• Weiß jemand, wie es wirklich funktioniert?
• Wo ist das Geld?

Profit oder Non-Profit?

Unterschiede in PR und Marketing

Auf Anhieb würde man doch annehmen, PR für Städte oder städtische Einrichtungen, ja für das Stadtmarketing insgesamt, unterscheide sich deutlich von der eines Unternehmens. Am ehesten vegleichbar dürfte Stadtmarketing mit Non-Profit- oder Social Marketing, Stadt-PR infolgedessen wohl auch mit Non-Profit-PR sein. So jedenfalls meine Annahme. Bis jetzt.

In seinem Buch Basiswissen Public Relations von 2009 schreibt Autor Robert Deg nun folgendes:

Public Relations hat viel mit handwerk zu tun. (…) Eine gute Pressemitteilung bleibt eine gute Pressemitteilung, egal ob ein Verband oder ein Unternehmen sie herausgibt. Selbstverständlich unterscheiden sich die Ziele, die budgetären Größenordnungen und der jeweilige Kontext eines Unternehmens von denen eines Verbandes.

Unterschiede gibt es also in jedem Fall, insbesondere bei Wahl und Ansprache der Medien. Das Handwerkszeug jedoch ist überall dasselbe. Das gilt auch für Event- und Online-PR (Deg 2009). Gerade ein Internetauftritt hat bei mir wenig Chancen, wenn Usabillity und Style hier Fehlanzeige sind. Ob es sich nun um die Website des städtischen Theaters, das Weblog vom Fallobstwiesenverband oder die Präsenz des Autoteilezulieferers handelt.

Warum sollte sich also eine PR-Strategie oder auch generell die Marketing-Strategie einer Stadt von der eines Unternehmens unterscheiden?

Nun, für die Pressearbeit sucht man sich passende Medien aus und nähert sich inhaltlich und spachlich deren Redaktion und Leserschaft. Man bietet mal ein Exklusivinterview, mal eine Pressekonferenz an. Man wägt eigene Events gegen Messen ab, sortiert die Relevanz von Werbemitteln. Und: man wählt strategisch sinnvoll seine Präsenzen im Web.

Das unterscheidet Profit von Non-Profit und Social Marketing von Kulturmarketing. Das unterscheidet aber auch Frankfurt von Hamburg. Es unterscheidet Greenpeace von Unicef oder Burda von Westaflex.

Die Strategie selbst macht also den Unterschied, denn die muss schließlich immer individuell erdacht sein.

Diplomarbeit

Willkommen auf meinem neuen Weblog zu den Themen Stadtmarketing, Social Media und Online-PR. An dieser Stelle veröffentliche ich ab sofort Erkenntnisse und Rechercheergebnisse, die ich im Zuge meiner Diplomarbeit gewinne. Interviews mit Fachleuten aus der Branche sollen hier ebenso erscheinen wie interessante Beiträge oder Hinweise auf solche.

Ich lade Sie herzlich zum Mitlesen und Kommentieren ein. Sollten Sie selbst Mitarbeiter im Stadtmarketing, als Dienstleister beratend tätig, Journalist, Politiker, Bürger oder generell ideenreich und webaffin sein, freue ich mich besonders über fachlichen Austausch.

Was ich vorhabe

Meine Diplomarbeit beschäftigt sich mit Online-PR und Online-Marketing von öffentlichen Einrichtungen aus Stadt-, City-, Regional- und Kulturmarketing. Besonderes Augenmerk lege ich auf Social Media. Ich stelle die Frage nach Nutzen, Anwendung, Chancen und Risiken von Twitter, Facebook & Co.

Seit Anfang März und bis Ende Mai hat dieses Thema nun für mich Priorität. Daher halte ich auf diesem Blog auch meine Erfahrungen und Stimmungen fest. Schlussendlich gönne ich mir auch eine Baustelle, auf der ich zusammenhangslos meine Recherchen sammle oder ein paar Gedanken festhalte.