Der Social Media Marketing Industry Report von Michael Stelzner aus San Diego ist eine Umfrage unter B2B Marketern. Mein letzter Artikel beschäftigte sich mit der These, Non-Proft und Profit Marketing sowie die entsprechende PR erforderten grundsätzlich dasselbe Handwerkszeug. In absehbarer Zeit wird eine Studie von Studenten der Hochschule Darmstadt erscheinen, die unter anderem aufzeigt, dass Social Media sowohl für die B2B- als auch B2C-Kommunikation geeignet sein kann.
Grundsätzlich gibt es Unterschiede in der Nutzung von Social Media in den USA und in Deutschland. Grundsätzlich sind US-amerikanische unternehmen schon ein Stück weiter in ihrer Social Media-Nutzung. Die Fragen, die sich Verantwortliche stellen oder gestellt bekommen sind aber in jedem Fall auch für Deutschland – und auch für das Stadtmarketing – gleich. Aus den Top 10 Social Media Questions des Reports habe ich Fragen für das (Stadt-) Marketing formuliert und ergänzt, wie sie hierzulande wohl gestellt würden. Einiges hoffe ich in kommenden Beiträgen anhand vieler vorhandener und guter Quellen beantworten zu können. Anderes hoffe ich in den Kommentaren zu lesen
1. Welche Social Media-Taktik ist die richtige für mich?
Wer sich Gedanken über die Strategie macht, ist bereits auf dem richtigen Weg. Doch damit beginnen die Fragen erst.
• Welche Social Media-Methode ist die erfolgreichste und wie setze ich sie ein?
• Wie kann ich strategischen Partnerschaften mit anderen (Teil-)Bereichen des Stadtmarketings oder anderen Kommunen eingehen und mich trotzdem hervorheben?
• Wie können soziale Medien dazu beitragen, unsere Marke und unsere Glaubwürdigkeit beim Verbraucher zu stärken?
• Helfen Blogs, Videos, tweets oder Status-Updates bei der Vermarktung unserer Kernprodukte und -Dienstleistungen oder stehen sie meiner Botschaft eher im Wege?
• Ist Social Media Marketing besser für das grundsätzlichen Marken-Branding geeignet als für den direkten Dialog?
• Kann man in Social Media Marketing und PR noch trennen bzw. muss man das?
2. Wie messe ich die Effektivität meiner Social Media-Präsenz (SMP)?
Woher soll man denn wissen, ob eine Kampagne im Social web erfolgreich ist und was ich davon habe? Nicht selten müssen PR-Leute und Marketer solche Fragen Vorständen, Vorgesetzten oder dem eigenen Pflichtbewusstsein beantworten.
• Wie messe ich den Erfolg meiner SMP?
• Was ist der return on investment (ROI)?
• Welche Kennzahlen kann ich als reale Erfolgsnachweise oder Meilensteine bezeichnen?
• Wie beurteile ich den ROI und wie messe ich die Auswirkungen auf meinen Markenwert?
• Wie überzeuge ich andere vom Nutzen von Social Media und wie beteilige ich sie?
3. Wo soll ich anfangen?
Eine ganz grundlegendes Problen für Neulinge im Social Web ist der Start. Möglichkeiten gibt es freilich viele.
• Gibt es ein System oder einen Plan, dem ich folgen kann, eine Art Step-by-Step-Anleitung?
• Ich möchte Social Media in meine Marketing-Strategie übernehmen, aber es gibt so viele Optionen. Womit sollte ich beginnen?
• Wo und wie fangen Neulinge überhaupt an?
4. Wie schaffe ich eine Balance zwischen Marketing und einem der Plattform angepassten Verhalten?
Geht es um die Vorzüge von Social Media, wird oft der Dialog als Argument angeführt. Doch vielleicht möchte man nur eine Botschaft verbreiten oder scheut gar das Gespräch!? In diesem Fall bitte zurück zu Frage eins!
• Wie schaffe ich es, mich in den einzelnen sozialen Medien angemessen zu verhalten? Gibt es Anstandsregeln?
• Wie vorsichtig sollte man mit sozialen Medien umgehen, damit es statt sozial nicht nur noch werblich zugeht?
• Wie finde ich die Balance zwischen gezielten Botschaften und offenem Dialog?
• Gibt es Online-Protokolle mit “unausgesprochene Regeln” für Anfänger, die erfahrene Vermarkter längst kennen?
5. Welche sind die besten Seiten und Tools?
Bei der Vielzahl von Möglichkeiten ist es nicht weiter verwunderlich, dass Neulinge am liebsten eine Handvoll durchdeklinierter und für gut befundener Tools hätten. Die Erfahrungen der alten Hasen sollten doch konkrete Schlüsse zulassen.
• Auf welche Social Media Sites sollte ich meine Bemühungen konzentrieren?
• Welche sind die Top 3 der effektivsten und einfachsten Social Media Tools?
• Auf welchen Social Media Plattformen schauen sich meine Stakeholder in drei Monaten um? Und auf welchen tun sie das in drei Jahren?
• Welche Tools sind langlebig und welche eher Modeerscheinungen?
• Wie sieht die Zukunft von Social Media aus?
• Welche Seite ist für mein Geschäft und meine Belange am geeignetsten?
6. Wie mache ich das Beste aus meiner zur Verfügung stehenden Zeit?
Wer sich mit Social Media beschäftigt, weiß um den enormen Zeiteinsatz, den eine vernünftige Präsenz mit sich bringt. Ist die kritische Haltung gegenüber dem Zeitfresser Social Media also gerechtfertigt?
• Wie erhalte ich meine Präsenz aufrecht, ohne alles andere zu vernachlässigen?
• Kann ich Social Media automatisieren, so dass sie weniger zeitaufwändig sind?
• Wie bewältigt man Accounts mit mehreren Tausend Anhängern?
• Wie werde ich mit der Komplexität der sozialen Medien fertig?
7. Wie finde ich meine Zielgruppe und wie konzentriere ich meine Bemühungen auf diese?
Soziale Medien sind Massenmedien oder zumindest offen für viele Nutzer aus alles Bereichen und Schichten, die sich aus unterschiedlichsten Gründen dort bewegen. Viele Fragen drehen sich deshalb um die Ansprache der gewünschten demografischen Zielgruppe.
• Wie erreiche ich meine “Ziel” -Kunden oder -Geschäftspartner und Besucher mit einer Präsenz im Web?
• Was sind praktischen Möglichkeiten, um Social Media nicht nur für einen Nischenmarkt zu verwenden?
• Wie kann ich Social-Media-Marketing-Instrumente für meine Zielgruppe einsetzen?
• Wie finde ich am besten Menschen, die sich für die gleichen Dinge (wie ich) interessieren?
• Wie erreiche ich hohe Nutzerzahlen und was kann ich tun, damit diese ativ sind?
8. Wie wandle ich meine Social Media Marketing-Bemühungen in greifbare Ergebnisse?
Der Return on Investment (ROI), das tatsächlichen Einkommen der Bemühungen in Social Media ist eine Frage, die viele Vermarkter stellen. Zumindest die Unternehmensleitung fragt doch gerne mal nach dem finanziellen Nutzen des ganzen Social Media-Aufwands.
• Wie mache ich Lookers (Interessierte) zu Prospects (Perspektivkunden)?
• Wie schaffen wir Cash-Flow?
• Wie komme ich von Twitter, Facebook und Xing-Aktivitäten zu einem Verkaufsabschluss?
• Was erwirtschaftet mir einen Umsatz, was generiert mir Geschäft?
• Wie kann ich mit Social Media (Marketing) Geld verdienen?
9. Wie kann ich verschiedenen soziale Medien kohäsiv verknüpfen?
Können neue und traditionellen Medien zusammenwirken? Gibt es eine Möglichkeit, alle Social-Media-Kampagnen von einem zentralen Standort aus zu verwalten? Was ist eigentlich ein Social Media Newsroom?
• Wie verbinde ich meine einzelnen SMP zu einer kohäsiven Strategie?
• Gibt es Anwendungen, um mehrere Social Media Tools gleichzeitig für eine Marketing-Kampagne zu verwenden?
• Wie können wir verschiedene Social-Media-Kanäle in einer einzigen Ansicht bündeln, so dass wir
weniger Zeit für die einzelnen Seiten benötigen und auf einen Blick sehen, wo wir aktiv sind?
• Wie integrieren wir Social Media in unsere traditionellen Medien?
10. Funktioniert Social Media Marketing überhaupt, und wenn ja, wie effektiv ist es?
Bringt Social Media irgendetwas? Auch mit dieser grundsätzliche Frage sieht man sich häufig konfrontiert. Was die Budgetverantwortlichen vor allem interessiert, ist folgendes:
• Wo sind die wirklichen Erfolgsgeschichten dokumentiert?
• Funktioniert das wirklich, oder ist es nur eine tolle Idee ohne realen Wert?
• Weiß jemand, wie es wirklich funktioniert?
• Wo ist das Geld?
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